Start des Alumniportals erfolgt

Bei Abendveranstaltung am BSG wurde das neue Alumni-Portal der Öffentlichkeit vorgestellt

„Waren Sie am BSG?“

Vorträge über den Aufbau eines Alumniportals des BSG und die Berufschancen für Akademiker im Landkreis Cham

Bad Kötzting. Bei einer Abendveranstaltung im Zuge der am Benedikt-Stattler-Gymnasium stattfindenden Studien- und Berufsinformationsmesse „academicus LIVE 2015“ referierten OStRin Stefanie Macharowsky und Lutz Eigenhüller von der Bundesagentur für Arbeit über die Chancen eines Alumniportals bzw. über den Arbeitsmarkt für Hochqualifizierte.

OStRin Stefanie Macharowsky erläuterte ausführlich, welche Möglichkeiten sich dem Einzelnen, dem BSG und dem Landkreis mit der Einrichtung eines Alumniportals, also einer Online-Plattform, über die Absolventen des BSG miteinander aber auch zur ehemaligen Schule sowie zu aktuellen Schülern Kontakt halten respektive herstellen können, ergeben. Registriere sich ein BSG-Absolvent als Alumnus, könne er beispielsweise mit seinen teils über die Region hinaus verstreuten Mitschülern Kontakte pflegen. Zugleich bestehe aber für den Alumnus auch die hehre Möglichkeit, Mentor für zukünftige Laufbahnen und Lebenswege der aktuellen Schüler zu werden, als Brückenbauer zwischen Schule und Unternehmen zu agieren, wenn beispielsweise Praktikumsplätze vermittelt werden, oder zum Türöffner in die Welt zu werden, indem ein außergewöhnlicher Beruf, Lebensweg oder Wohnort für die aktuellen BSGler am realen Beispiel eines ehemaligen BSGler als machbar erscheinen. Das BSG als Schule profitiert aus einem Alumniportal, da es sich konkret Expertenwissen von erfolgreichen Ehemaligen zu Nutzen machen kann, wenn diese für Vorträge ans BSG zurückkehren, Projekte begleiten oder eben bei der Studien- und Berufsinformation mitwirken. Auch der Landkreis Cham, der über das Regionalmanagement dieses Projekt finanziert, verspricht sich positive Ergebnisse aus der Vernetzung von Ehemaligen, Schülern, Schule und Region. So könne man den Absolventen des BSG die beruflichen Perspektiven im Landkreis aufzeigen, indem sie über Alumni aus der Region konkrete Informationen über die Studien- und Berufschancen im Landkreis erhalten. Doch auch solche Alumni, welche die Region verlassen, sich jahrelang anderswo ansässig gemacht haben, aber doch im Landkreis Cham verwurzelt sind und wieder zurückkehren möchten, bietet das Alumniportal die Möglichkeit, adäquate Arbeitsstellen zu ermitteln, um sich dann eventuell wieder in die Heimat aufzumachen.

Bereits der Vortrag von Stefanie Macharowsky ließ erahnen, dass eine Online-Plattform, die als Alumniportal fungieren soll, nicht einfach eine Datenbank sein darf, sondern ausgeklügelte Suchfunktionen, Möglichkeiten der Kategorisierung sowie der einfachen Kontaktaufnahme bieten muss. Die von der in Miltach ansässigen Werbeagentur Dreibein konzipierte Homepage wurde von Florian Werner, selbst Alumnus des BSG, mit all ihren Funktionen und Features dem Publikum vorgestellt. Auch ein von der Werbeagentur Dreibein erstellter Werbefilm, in dem Schulleiter Günther Roith, aktuelle Schüler sowie Ehemalige die Chancen eines Alumniportals erläutern, veranschaulichte die Zielsetzung des doch großen Vorhabens des BSG und des Landkreises.

In einem Leitvortrag zu Berufschancen und Arbeitsmarkt zeigte Lutz Eigenhüller vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit Nürnberg auf, wie wichtig die derzeit teils angeprangerte „Akademisierung der Gesellschaft“ für den Einzelnen, die Region und auch Deutschland sei. Mit aktuellen Zahlen und Fakten untermauerte er immer wieder seine Hauptthese, dass Hochqualifizierte, also Gymnasiasten sowie spätere Hochschulabsolventen, die „Gewinner“ seien, da in einem Zeitalter des technischen Fortschrittes und der Globalisierung Wissen zu dem beherrschenden Wirtschaftsfaktor geworden sei. Trotz sogenannter „Schweinezyklen“ in manchen akademischen Berufsfeldern, die ein kurzfristiges leichtes Überangebot an Hochschulabsolventen erzeugten, sei die Beschäftigungssituation für Akademiker hervorragend. Aktuelle Zahlen und Prognosen zeigen eine Vollbeschäftigung in diesem Bereich. Als wesentlich stellten sich auch die Ausführungen Eigenhüllers zur Bedeutung von Hochqualifizierten für ländliche Regionen heraus. So verzeichne der Landkreis Cham stark steigenden Zahlen von Hochschulabsolventen, die in der Region tätig sind und als Zugpferde für den gesamten Wirtschaftsraum wirken.

Moderator und Gastgeber OStD Günther Roith fasste die Ergebnisse des Vortragabends für das Publikum prägnant zusammen: „Das wichtigste ist die Bildung - vor allem die, die man nur am Gymnasium erwerben kann.“

 

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